Zum Verkauf steht ein außergewöhnliches Gesamtpaket rund um die traditionsreiche Biermarke Polsterbräu, ursprünglich aus Nankendorf in der Fränkischen Schweiz in Oberfranken.
Mehr als Inventar: Eine historische Marke mit Substanz.
Das Angebot verbindet die Rechte an einer historischen Biermarke mit fünf überlieferten Bierrezepturen, der Internetdomain und umfangreichem verbliebenem Brauereiinventar. Es richtet sich an Brauereien, Lohnbrauereien, Getränkehersteller, Gastronomen, Investoren, Existenzgründer und Liebhaber historischer Biermarken.
Marke, Domain und Rezepturen
Markenrecht an der Marke Polsterbräu
Internetdomain polsterbraeu.de
Fünf historische Rezepturen mit vertraglich geregelter Übergabe
Optional: Kontakt zu einem bestehenden Lohnbrauer in Oberfranken, der mit der Herstellung vertraut ist und nach eigener Vereinbarung weiterbrauen kann
Historischer Markenauftritt, Bildmaterial und vorhandene Werbemittel
Verbliebenes Brauereiinventar
Mehrere hundert Bierkästen
Mehrere tausend Bierflaschen
Zwei Rollbars – mobile, rollende Zapfanlagen
Eine „Ameise“ von Liebherr und ein Hubwagen
Etwa zwei Dutzend Europaletten
Historische Polsterbräu-Werbeschilder
Schnellbau-Pavillon 3 × 3 Meter
Weiteres Inventar wie Bierkrüge, Tassen und Ausschankartikel
Kaufpreis: Das vollständige Gesamtpaket wird für 50.000 Euro angeboten. Die fünf historischen Rezepturen können gegebenenfalls unabhängig von Marke und Inventar für 25.000 Euro erworben und für eine eigene Biermarke genutzt werden. Die Nutzungs- und Verwertungsrechte werden schriftlich geregelt.
Fünf überlieferte Rezepturen
Bierspezialitäten mit eigenständigem Charakter.
Die vollständigen Rezepturen werden nicht öffentlich bekanntgegeben, sondern im Rahmen der vertraglichen Abwicklung an den Käufer übergeben.
01
Helles
Eine helle, traditionelle Bierspezialität für einen breiten regionalen Markt.
02
Gülden Pils
Die feinherbe Polsterbräu-Variante mit klarer Sortenidentität.
03
Ur-Märzen
Ein kräftigeres, malzbetontes Bier mit fränkischem Traditionsbezug.
04
Doppelbock
Eine charaktervolle dunkle Starkbierspezialität.
05
Nährtrunk
Ein traditioneller Nährtrunk im Stil eines „Malzbiers“.
Marke, Biere und Ausstattung
Ein Markenauftritt, der bereits sichtbar gelebt wurde.
Die Bilder zeigen die entwickelte Markenwelt, verschiedene Bierspezialitäten, Ausschanktechnik, Kästen und Werbemittel. Zum Vergrößern ein Bild anklicken.
Fakten zu Polsterbräu
Von Nankendorf bis zum Wiederaufbau.
1858 – Gründung durch Michael Polster
Polsterbräu wurde im Jahre 1858 in Nankendorf in Oberfranken durch Michael Polster gegründet. Bekannt wurde der „Wirts-Michl“ mit seinem Bier. Mit ihm wuchsen und entwickelten sich Polsterbräu und die Brauerfamilie Polster stetig.
Polsterbräu war ein Garant für gutes Bier und ein bedeutender Arbeitgeber. In der eigenen Schreinerei wurden sogar die Bierkästen selbst hergestellt.
1927 – Brauerei und Gasthof
Johann und Katharina Polster erweiterten die Brauerei um einen Gasthof. Wohn- und Gasthaus der Familie Polster sowie die Kirche des Ortes prägen bis heute das Bild Nankendorfs.
Bis 1951 wurde das Gasthaus selbst bewirtschaftet. Unter den späteren Pächtern Hans Wölfel und Paul Klaus entwickelte es sich zu einem touristischen Anziehungspunkt – mit süffigem Bier und fränkischen Brotzeiten.
Vierte Generation – feste Größe der fränkischen Bierkultur
Unter Werner und Gisela Polster wurde das Polsterbier fast in jedem Winkel der Fränkischen Schweiz in Gaststätten ausgeschenkt. Im Jahre 1971 betrug der Ausstoß rund 33.000 Hektoliter. Ein eigener Bierlaster belieferte die Gaststätten der Region.
1974 – Ende der Nankendorfer Brauerei
Aus persönlichen Gründen übernahm Werner Polster damals die Brauerei Zorn in Eppingen, die heute als Palmbräu bekannt ist. Die Zornbrauerei wurde zwischenzeitlich an Tucher Nürnberg unterverpachtet. Im Jahre 1974 kam das endgültige Aus für die Nankendorfer Polsterbräu.
2015 – Polsterbräu wird wieder gebraut
Im August 2015 wurde das „Bräumichlbier“ auf Grundlage des überlieferten Polsterbräu-Rezeptes wieder im Lohnbrauverfahren hergestellt. Der liebevoll restaurierte Brauereigasthof öffnete im Januar 2016 erneut seine Tore.
Im Jahre 2017 wurde das Gasthaus aus wirtschaftlichen Gründen wieder geschlossen und ein neuer Besitzer für Polsterbräu gesucht.
Traditionelle Herstellung
Die oberfränkischen Bierspezialitäten wurden im Lohnbrauverfahren hergestellt. Die Polsterbräu-Biere wurden weder kurzzeiterhitzt noch pasteurisiert. Sie erhielten sieben Tage Kaltgärung statt warmer Druckgärung und reiften mindestens sechs Wochen kalt statt nur zwei Wochen im Eiltempo.
Die Biere wurden über Kneipen, Gaststätten und Getränkehändler vertrieben.
Warum der Betrieb eingestellt wurde
Der Wiederaufbau scheiterte vorrangig an den Corona-Restriktionen.
Die entscheidende Phase des erneuten Markenaufbaus fiel in eine Zeit, in der Gastronomie, Veranstaltungen, Ausschank und regionaler Vertrieb durch die Corona-Restriktionen stark beeinträchtigt waren. Gerade jene Absatzwege, über die eine historische Biermarke wachsen muß, standen über lange Zeit nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung.
Trotz erheblicher Anstrengungen ließ sich das Projekt anschließend wirtschaftlich nicht mehr dauerhaft stabilisieren. Der Betrieb wurde deshalb Ende 2025 eingestellt.
Jetzt beginnt das nächste Kapitel.
Marke, Rezepturen, Domain und Inventar sollen in Hände übergehen, die Polsterbräu weiterbrauen, neu positionieren oder in ein bestehendes Unternehmen integrieren können.